Schule an der Altenau führt neues Lernzeitenmodell ein

Bürgermeister Allerdissen zeigt sich beeindruckt.

Unerwarteten Besuch im Klassenzimmer haben jüngst Schülerinnen und Schüler der Borchener Schule an der Altenau erhalten. Bürgermeister Reiner Allerdissen informierte sich vor Ort, wie an der Sekundarschule durch die Einführung des neuen Lernzeitenmodells das Lernen und Arbeiten erfolgreich verändert worden sind.

Konzentriertes Arbeiten - didaktische Leiterin Angela Brabender informiert Bürgermeister Reiner Allerdissen über das neue Lernzeitenkonzept. Rechts im Bild Bernd Niggemeier von der Gemeinde Borchen.

Seit Ende der Sommerferien beginnt für die Schülerinnen und Schüler der Schule an der Altenau jeder Morgen mit einem immer wiederkehrenden Ritual: Anstatt sich früh um 07:45 Uhr auf täglich wechselnde Fächer und Lehrpersonen einzustellen, begeben sie sich in ihrem Klassenraum an ihren persönlichen Lernzeitenordner und beginnen damit, individuell ihre Arbeitsaufträge zu lösen. Dabei stoßen sie auf ein breit gefächertes Angebot unterschiedlicher Aufgaben, die je nach Jahrgangsstufe die gesamte Palette von den Fächern Biologie über Deutsch, Englisch und Spanisch bis hin zu Mathematik, Physik und Gesellschaftslehre abdecken. Je nach ihrem persönlichen Lerntempo und Lernfortschritt machen sich die Schülerinnen und Schüler dann bis 08:30 Uhr daran, ihre Aufgaben selbstständig zu lösen.

Die Zusammenstellung der Arbeitsaufträge für den Lernzeitenordner übernehmen die dafür jeweils verantwortlichen Fachlehrkräfte. So ist es selbstverständlich, dass auch die Vor- und Nachbereitung der Lernzeitenaufgaben in den jeweiligen Fachunterrichten stattfindet. Die Aufsicht der 45minütigen Lernzeitenphase liegt dagegen in der Hand der Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer, die gegebenenfalls eine erste Hilfestellung bei der Lösung der Aufgaben leisten können. Aber auch die partnerschaftliche Hilfe der Schülerinnen und Schüler untereinander wird gefördert. Und nicht zuletzt wird in jedem Klassenraum umfangreiches Material zur Selbstkontrolle vorgehalten.

Als sogenannte kleine Gesamtschule, die zwingend dem Ganztagsunterricht verpflichtet ist, reagiert die Borchener Sekundarschule mit der Einführung der Lernzeiten noch zielgerichteter auf die Herausforderungen des Ganztagsbetriebes, der keine Hausaufgaben mehr zulässt.  Durch die Lernzeiten wird das Üben und Festigen von neuem Lernstoff in die Schule verlagert.

Bei seinem Besuch in der Schule an der Altenau zeigte sich Bürgermeister Reiner Allerdissen sehr beeindruckt von dem neuen Lernzeitenmodell. Fast hatte er den Eindruck, der Schulbeginn habe noch gar nicht stattgefunden, als Schulleiter Markus Schröder und die didaktische Leiterin Angela Brabender ihn während der Lernzeit durch das Schulgebäude führten. Es herrschte völlige Stille auf den Fluren und erst nachdem er den Klassenraum der Klasse 6c betreten hatte, konnte Allerdissen sich davon überzeugen, dass die Schülerinnen und Schüler ausnahmslos konzentriert in ihre Lernzeitenaufgaben vertieft waren.

Allerdissen bescheinigte der Schule an der Altenau mit der Einführung des Lernzeitenkonzepts ein überzeugendes Beispiel für die Stärkung der Selbstlernkompetenz und Eigenständigkeit von Schülerinnen und Schülern geliefert zu haben. Durch die Förderung solcher Kompetenzen gelingt es der Schule, junge Menschen für die Anforderungen von Berufsausbildung und Studium gleichermaßen fit zu machen.