Projekt Wilde Wiese – Nachhaltigkeit wird belohnt

Naturkundemuseum zeichnet Schulgarten der Sekundarschule Borchen aus

Im letzten Sommer beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler des Ergänzungsfaches Schulgarten am Projekt „Wilde Wiese – Lebensraum für Schmetterlinge und andere Insekten“ des Naturkundemuseums Schloß Neuhaus. Nun wurde ihr Einsatz belohnt: Das Naturkundemuseum bedankte sich mit einem Präsent bei den Jugendlichen.

Das fortschreitende Artensterben ist vielfach in aller Munde. Insbesondere Insekten und Schmetterlinge sind in ihrem Fortbestand massiv bedroht, da ihre natürlichen Lebensräume durch unseren Flächenverbrauch immer weiter verloren gehen. Es fehlt zunehmend an natürlich belassenen Wiesen, die mit ihren zahlreichen Wildblumen ideale Bedingungen für die Entwicklung eines vielfältigen Insekten- und Schmetterlingsbestandes bieten.

Hier kann auch schon im Kleinen gegengesteuert werden. Überall in unseren Gärten finden sich ungenutzte Ecken, die man verwildern lassen kann und so einen kleinen persönlichen Beitrag für den Erhalt von Lebensräumen von Insekten und Schmetterlingen leisten kann. Ein Gedanke, den sich das Projekt „Wilde Wiese“ des Naturkundemuseums Schloß-Neuhaus zu Nutze macht. Es stellt Schulen eine Saatgutmischung aus 32 heimischen Wildkräutern und –blumen zur Verfügung, so dass dann auf dem Schulgelände eine kleine Wildblumenwiese entstehen kann. Für das Ergänzungsfach Schulgarten unter der Leitung von Lena Marsh war es keine Frage sich an diesem Projekt zu beteiligen. Noch vor den Sommerferien legten die Neuntklässlerinnen und Neuntklässler im Schulgarten der Sekundarschule mit großem Eifer eine Wildblumenwiese an.

Ihr Aufwand hat sich in jedem Falle gelohnt. Frau Reebe-Wulf vom Naturkundemuseum Schloß-Neuhaus zeichnete jetzt die Schülerinnen und Schüler der Ergänzungsfaches Schulgarten der jetzigen Jahrgangsstufe 10 für ihr Engagement mit einem Präsent aus. Aus den Händen von Frau Reebe-Wulf nahmen Marie Gutbier und Sarah Steffens das Geschenk entgegen. Dabei würdigte das Naturkundemuseum insbesondere die intensive und nachhaltige Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit der Thematik. Nicht nur die erfolgreiche Anlage der kleinen Insektenoase im Schulgarten beeindruckte dabei, sondern insbesondere auch die ausführliche Dokumentation dieses Projektes durch die Schülerinnen und Schüler. Eine weitere Zusammenarbeit mit dem Naturkundemuseum ist von Frau Reebe-Wulf ausdrücklich erwünscht und für die Zukunft angedacht.