Lernen mit Kopf, Herz & Hand … an frischer Luft!
Beim diesjährigen Stopp des „Lumbricus – der Umweltbus“ in Gellinghausen haben die Nawi- Schülerinnen und Schüler aus Jahrgang 7 einen faszinierenden Einblick in das fahrende Forschungslabor (eine Mischung aus rollendem Klassenzimmer und mobiler Umweltstation) der Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes NRW samt Umgang mit Bohrstock, Stereolupe und Mikroskop erhalten. Zum Halbjahresthema „Boden“ gab es zunächst einführende erläuternde Grundlagen (Bodenentstehung und Bedeutung).

Dann ging es los ins Gelände. An mehreren Standorten wurden Proben von der Bodenoberfläche genommen und – was sich schwieriger gestaltete – für die Erstellung eines Bodenprofils der Bohrstock ca. ein Meter tief in die Erde geschlagen. Dabei kam es auf Zielgenauigkeit, Schwung und Kraft an, um Verletzungen zu vermeiden. Die Mädchen und Jungen haben dies top gemeistert.



Nach der Sammel- und Erkundungsaktion nahmen die jungen Forscherinnen und Forscher „ihre“ Bodentiere wie z.B. Springschwänze, Kellerasseln, Nacktschnecken, Gehäuseschnecken, Saftkugler, Hundert- und Tausendfüßer genauer unter die Lupe. Die mikroskopische Untersuchung diente dazu, sichtbar zu machen, was all diese Tiere – in der Regel unsichtbar für den Menschen – im Erdreich treiben und mit welchem Fleiß sie im Verborgenen Laub, Zweige und andere abgestorbene Pflanzenteile zu nährstoffreichen Verbindungen verarbeiten.
Zum Abschluss der Bodenwerkstatt präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse. Mittels eines Projektionsmikroskops konnten die gefundenen lebenden Bodentiere auf einem Großbildschirm stark vergrößert, beobachtet und bestimmt werden.


Ein kurzweiliger Schultag endete am frühen Nachmittag, u.a. auch mit den Gedanken, dass Artenkenntnis, Naturverbundenheit und die Bereitschaft zum Naturschutz eng miteinander zusammenhängen. Wer Arten kennt, fühlt sich stärker mit der Natur verbunden und ist eher bereit, diese zu schützen.

